Die 5 größten Fehler bei der Flyer-Produktion und anderen gedruckten Werbematerialien

By Annja Weinberger | Allgemein

Dez 09

flyer_coverIch freue mich, heute einen Gastbeitrag von Nicole Wintersteinvon der Online-Druckerei Flyerpilot.de vorstellen zu können. Mir selber liegen gute Flyer ja auch sehr am Herzen. Einige werden wahrscheinlich mein Buch „Flyer texten, gestalten, produzieren“ kennen. Obwohl ich die Möglichkeiten der Kundengewinnung mithilfe des Internet einfach wunderbar finde, schlägt mein Herz schlägt nicht nur für Online-Marketing. Auch Offline brauchen Selbstständige und kleine Unternehmen und Organisationen professionelle Auftritte. Meine Empfehlung: Beschäftigen Sie sich intensiv mit den Botschaften und Aussagen in Ihrem Flyer – sowohl beim Text als auch beim Design. Irgendwann ist es dann soweit und das gute Stück geht in Produktion. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten müssen bei der Herstellung von gedruckten Werbematerialien:

„Wer mit Printprodukten werben will, sollte die Gestaltung dieser Werbemittel sorgfältig planen und vor dem Druck auf Fehlerlosigkeit überprüfen – denn sind erst einmal falsch gedruckte Flyer im Umlauf, so wird eine Rückrufaktion äußerst zeit- und kostenaufwändig. Die zentrale Frage ist also: welche Fehler sind bei der Produktion von Printprodukten besonders häufig und wie lassen sie sich vermeiden? Mehrere Jahre Erfahrung bei www.flyerpilot.de fließen in diese Fehlerliste ein.

1. Keine Fehlertoleranz beim Zuschnitt

Häufig wird bei der Gestaltung des Layouts vergessen, dass die Druckbögen nach dem Druck noch beschnitten werden. Wichtige Elemente wie Texte, Bilder oder das Firmenlogo sollten daher unbedingt einen Mindestabstand zum Rand halten, damit sie nicht angeschnitten werden. Je nach Druckerei und Printprodukt kann der benötigte Mindestabstand schwanken, durchschnittlich beläuft er sich allerdings auf etwa 1-3 mm. Diese Regel darf man aber nicht auf den Hintergrund des Layouts anwenden, denn falls dieses sich nicht über die gesamte Fläche erstreckt, kommt es zu weißen Rändern!

2. Mangelhafte Bildqualität

Damit Bilder scharf und mit brillanten Farben gedruckt werden, müssen die Bilddateien in höchster Bildqualität gespeichert werden – vorzugsweise in den Formaten PDF, JPG oder TIFF. Zudem ist der Farbmodus CMYK empfehlenswert. Besonders wichtig ist allerdings die Auflösung. Falls diese zu niedrig ist, kann das Bild verpixeln und dadurch unscharf wirken. Für ein optimales Druckergebnis sollten Bilder eine Auflösung von mindestens 300 dpi besitzen.

3. Rechtschreibfehler oder falsche Angaben

Während ein falsch geschriebenes Wort einfach peinlich ist und die Werbebotschaft weniger professionell wirken lässt, ist ein Tippfehler bei einer konkreten Information wie bspw. einer Preisangabe besonders schwerwiegend. Bevor das fertig gestaltete Layout in den Druck gegeben oder an eine Druckerei gesendet wird, sollte daher eine sorgfältige Korrekturlesung von qualifiziertem Personal erfolgen. Schließlich wäre im schlimmsten Fall ein Rückruf notwendig, welcher für Imageschaden sorgen würde.

4. Unübersichtliches Layout ohne Leserorientierung

Potentielle Kunden haben weder Zeit, noch Lust, sich näher mit der Masse an Werbung zu beschäftigen, mit der sie im Alltag konfrontiert werden. Dementsprechend muss das Layout einen klaren Aufbau besitzen, gut lesbar sein und eine prägnante Werbebotschaft besitzen. Das Wesentliche muss auf den Punkt gebracht werden, um innerhalb von wenigen Sekunden das Interesse des Betrachters zu wecken.

5. Nicht zielgruppenorientierte Werbebotschaft

Die Werbebotschaft selbst muss unbedingt die jeweilige Zielgruppe ansprechen. So ist ein günstiger Preis für eine kaufkräftige Zielgruppe kein Kaufargument – stattdessen sollte in diesem Fall auf hochwertige Qualität verwiesen werden. Eine zu aufdringliche Werbebotschaft kann allerdings abschreckend wirken. Stattdessen sollte auf einen glaubwürdigen Auftritt hingearbeitet werden, der nicht nur das beworbene Angebot, sondern auch die Firma selbst angemessen repräsentiert. Was hervorgehoben werden sollte, sind die konkreten Vorteile bzw. der Nutzen für die jeweilige Zielgruppe. Abschließend ist natürlich auch die geschickte Platzierung im Umfeld der Zielgruppe wichtig. Dabei sorgt eine subtile Streuung für einen positiven Wiedererkennungseffekt.“

Über die Autorin:

Nicole Winterstein ist Mitarbeiterin in der Redaktion von Flyerpilot.de. Ihre Arbeit stützt sich vorrangig auf News und Recherchen rund um die Druckbranche, wobei Digitaldruck und klimaneutrale Druckprozesse wichtige Basis im Arbeitsprozess bilden. Ein vielseitiges Interesse vor allem an Papiererzeugnissen und der damit einhergehenden Ressourcennutzung runden die redaktionelle Tätigkeit ab.