Die 7 häufigsten Fehler beim Facebook Marketing von Unternehmen

By Annja Weinberger | Außer der Reihe

Jun 20

In diesem Gastbeitrag erklären Elisabeth und René Penselin von „Kundengewinnung im Internet ausführlich, welche Fehler Selbstständige im Umgang mit Facebook vermeiden sollten. Herzlichen Dank dafür!

Immer mehr Unternehmen erkennen, dass zu einem vollständigen Marketingplan auch ein umfassendes Online-Marketing und eine Präsenz bei Facebook dazugehören. Dementsprechend haben viele Firmen nun so genannte „Fanpages“.

Die meisten stehen aber dem momentanen Hype um die bekannte Social Media Plattform eher skeptisch gegenüber. Es wird bezweifelt, ob so eine Fanpage überhaupt eine positive Wirkung auf das eigene Unternehmen hat.

Oft werden wir von unseren Kunden, meist kleine und mittelständische Unternehmen, gefragt, was man bei Facebook nicht machen sollte. Also welche Fehler man hier machen kann und vermeiden sollte. Aufgrund der wachsenden Nachfrage und weit verbreiteten Unsicherheit bei unseren Kunden zum Thema „Facebook“ haben wir einen kurzen Überblick zusammengestellt, welche 7 Fehler Sie beim Marketing mit Facebook vermeiden sollten:

1.        Als Unternehmen nicht auf Facebook präsent!

Viele Unternehmer aus unserem täglichen Arbeitsalltag stehen dem Thema „Facebook“ eher skeptisch gegenüber. Sie haben kaum Erfahrungen mit diesem sozialen Netzwerk – weder beruflich noch privat. Doch: auf Facebook nicht aktiv zu sein, heißt in Zeiten von immer mehr Smartphones, Tablet-PC`s und erhöhtem Internet-Konsum der Nutzer nicht existent zu sein. Holen Sie Ihre Interessenten da ab, wo sie einen wachsenden Anteil Ihrer Zeit verbringen!

Wir sehen mittlerweile bei vielen unserer Kunden davon ab, eine große Facebook-Strategie zur Kundengewinnung etablieren zu wollen. Aber es macht dennoch Sinn, diese Plattform für sich zu nutzen. Über Facebook können Sie ganz einfach die persönliche Beziehung zu Ihren Kunden und Interessenten stärken. Z.B. wenn ein Interessent auf Ihre Webseite gelangt und von da aus auf Ihre Facebookpage. Dort findet er einige interessante und persönlichere Bilder zu Ihrem Unternehmen. Der Kunde baut so leichter eine engere Bindung zu Ihrem Unternehmen auf. Ihr Konkurrent betreibt vielleicht keine Fanpage und schon haben Sie einen Vorteil! Es vervollständigt Ihr Marketingkonzept um die entscheidende, persönliche Note, die den Unterschied ausmachen kann.

Auch Kritik kann Sie voranbringen! Nicht nur, dass der Nutzer die Möglichkeit hat, Fragen direkt zu äußern, Sie erhöhen dadurch auch Ihre Glaubwürdigkeit gegenüber neuen Interessenten. Der Kunde kann sich so informieren, wie viele Menschen Ihr Unternehmen „gut finden“, was diese so schreiben und was es Neues gibt. Es wird erwartet, dass Unternehmen auch bei Facebook sind. Und Sie können Ihre Kunden immer einfach und schnell über Aktionen u.ä. informieren. Viele Menschen verbringen täglich viel Zeit auf Facebook – und das sind zunehmend auch Ältere.

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Schauen Sie mal auf das Bild der Zalando-Fanpage, auch hier gibt es Kritik zum Beispiel zur Versandabteilung und eine konkrete Beschwerde. Das wirkt auf die meisten Kunden aber nicht negativ, sondern man sieht: bei konkreten Problemen gibt es schnelle Hilfe – das gibt Vertrauen!

2.        Leere Fanpage!

Wenn Sie eine Fanpage für Ihr Unternehmen einrichten, betreiben Sie diese auch aktiv! Vernachlässigte Fanpages sind wie die Ausstellung eines Totenscheins für ein Unternehmen. Versetzen Sie sich in die Lage Ihre Kunden! Er sucht Ihr Unternehmen bei Facebook oder kommt über Ihre Webseite zur Fanpage. Nur 27 Fans, keine Bilder, der letzte Post ist ewig her. Das wirkt nicht sehr vertrauenserweckend auf Ihren Interessenten. Was im Gedächtnis bleibt: In diesem Unternehmen läuft es nicht. Der Kunde weiß ja nicht, dass es in der Realität oft anders aussieht. Er hat ja nur das Bild von Ihnen, was Sie ihm zeigen.

Das heißt, eine Fanpage ohne Inhalte ist uninteressant. Nutzer möchten Neuigkeiten und Informationen, möchten angeregt werden zum Austausch, interessieren sich für große Bilder, brauchen Anreize…

3.        Kunden warten lange!

Kunden, die Facebook täglich nutzen und hier häufig aktiv sind, erwarten auch von Ihnen schnelle Reaktionen. Der Kunde möchte ja über diesen einfachen Weg mit Ihnen kommunizieren. Deshalb sollten Sie schnell auf Kommentare, Fragen und Kritik reagieren. Sie sollten einmal täglich nachschauen, was sich auf Ihrer Fanpage tut und entsprechend reagieren.

4.        Facebook nur zur Eigenwerbung!

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Die sozialen Netzwerke heißen nicht umsonst „sozial“, denn es geht um Information, Austausch und Kommunikation.

Natürlich dürfen Sie auch ab und zu mal Werbung in eigener Sache mache. Doch viele Unternehmen machen den großen Fehler Facebook als reine Werbeplattform zu missbrauchen. Das reine Posten von Produktwerbung führt bei Facebook nicht zum Verkauf!

Zalando zeigt uns richtig schön, wie es geht (Links in dem Bild): Die Produkte werden indirekt beworben. Klar im Vordergrund für den Kunden stehen aber die Aufforderung zum Kommentieren und Kommunizieren. Und: Die Strategie scheint aufzugehen.

Auch, wenn Sie kein Zalando-Käufer sind, werfen Sie doch mal einen Blick auf deren Fanpage: www.facebook.com/#!/zalando. Von dieser Strategie lässt sich einiges Gutes abschauen: Gewinnspiele, Kommentare, Mitmach-Aufforderungen, diskrete Produktwerbung, Service und und und…

 5.       Der peinliche Kampf um „Likes“!

Kennen Sie das auch? Sie bekommen Nachrichten von Unternehmern, die Sie darum bitten, Ihre Fanpage zu „liken“ und im Gegenzug bekommen Sie von denen auch ein „gefällt mir“. Das wirkt hilflos und bringt vor allem keinen Erfolg! Denn: ein echtes Interesse ist hier nicht da! Die Fans sind für Sie nicht brauchbar, es sind keine echten Interessenten. Also völlig wertlos für den eigenen Umsatz!

6.        Ohne Impressum bei Facebook!

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Das Impressum bei Facebook ist Pflicht und wird dennoch oft vergessen. Kein Impressum bedeutet ein hohes Risiko der Abmahnung durch spezialisierte Internet Anwälte!

Es sollte gut sichtbar in dem Info-Tab bei Facebook mit dem Titel „Impressum“ dargestellt werden – entweder man gelangt von hier durch einen Link auf das Impressum der Website oder Sie erstellen sich einen eigenen Page-Tab (dafür gibt es kostenloses Tools zu Erstellung solcher Tabs für das Impressum).

7.        Richtlinien für das Titelbild nicht beachten!

Facebook gibt klare Richtlinien vor, was nicht im Titelbild sein sollte. Wenn man dagegen verstößt und Facebook entdeckt dies, kann die Fanpage gelöscht werden und alle Fans sind verloren. Deshalb hier die 4 Regeln, was man nicht tun sollte:

  • keine Preise oder Rabatte!
  • Stellen Sie keine Kontaktinformationen im Titelbild dar (also: Webadresse, Telefonnummer, e-Mail, Adresse).
  • Fordern Sie im Titelbild nicht zum „Teilen“ oder „Gefällt mir“ klicken auf.
  • Rufen Sie nicht zum call-to-Action auf (zum Beispiel „Jetzt kaufen“)

 Wir wünschen Ihnen viel Erfolg auf Facebook!

Elisabeth und René Penselin

Über die Autoren:

Unbenannte Anlage 00065Elisabeth und René Penselin sind selbständige Unternehmensberater und KfW-Gründercoach mit gemeinsamer Vision: Sie unterstützen Freiberufler und KMU beim Aufbau von Strategien zur Kundengewinnung im Internet. Dabei nutzen sie Ihre Erfahrungshorizonte als Online Marketingleiterin sowie als Vertriebsmanager. Kunden kommen zu Ihnen, weil Sie mit Ihrer Internetseite besser gefunden werden sollen, mehr Kunden über Ihre Webseite gewinnen wollen, wissen wollen, wie Sie Xing und Facebook für Ihr Internetmarketing erfolgreich integrieren können oder wie Sie mit Ihrem eigenen Webinar Interessenten von sich überzeugen. Mehr Informationen unter: www.kundengewinnung-im-internet.com

 

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