Mehr neue Kunden neugierig machen

By Annja Weinberger | Akquise für Dienstleister

Jan 15

Wer im Internet potenzielle Kunden auf sich aufmerksam machen will, muss „Content“ produzieren – wertvolle spannende oder unterhaltsame Inhalte bereit stellen.

Und das nicht einmal, sondern immer wieder. Das ganze Jahr über heißt es schreiben, sprechen, visualisieren. Vor Ihnen liegt also ein Jahr, in dem zum Beispiel Newsletter-, Blog- oder Facebook-Beiträge erstellt werden wollen. Vielleicht für Ihren eigenen Newsletter oder Blog – vielleicht als Gastbeitrag für die Publikationen anderer. Möglicherweise sind Sie auch in Xing-Gruppen aktiv oder haben einen eigenen Youtube-Kanal, den es mit immer neuem Material zu füttern gilt.

Oder Sie setzen eher auf das individuelle Versenden von Informationen – zum Beispiel eine Präsentation in Form einer PDF-Datei – an Interessenten, die Sie auf Netzwerk-Treffen kennengelernt haben.

Egal, wie Sie sich im Laufe der Akquise-Rundwanderungbei Ihren Kunden von Morgen bekannt machen und immer wieder in Erinnerung bringen – frischer Content muss her. Ein einmaliger Kontakt reicht nicht!


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Wie können Sie möglichst zeitsparend wertvolle Inhalte erstellen?

Hier kommt das Content-Recycling ins Spiel. Blicken Sie auf das vergangene Jahr oder gleich mehrere Jahre zurück und prüfen Sie, welche Inhalte Sie wiederverwenden und in einem neuen Kleid präsentieren wollen.

Auf Ihrer Festplatte schlummern mit Sicherheit eine ganze Reihe von Artikeln, Präsentationen, Presseinformationen, Workshop-Konzepten, Fotos, vielleicht auch Audio- und Video-Dateien oder Ähnliches, die Sie bereits einmal veröffentlicht haben und jetzt neu zum Leben erwecken können.

 

7 gute Wege Ihren Content zu recyceln

  1. Kaum verändert neu veröffentlichen
  2. Beiträge kürzen
  3. Mehrere Beiträge bündeln
  4. Ausführlichere Beiträge erstellen
  5. Neue Ideen einbauen
  6. Format ändern
  7. Andernorts veröffentlichen

Achtung! Diese Tipps sind nicht nur für Selbstständige hilfreich, die bereits einen Blog betreiben, Newsletter verschicken oder regelmäßig auf Facebook, Twitter und Xing spannende Informationen verbreiten.

Diese Tipps können auch Selbstständige umsetzen, die eher auf klassischen Wegen – außerhalb des Internet – potenzielle neue Kunden auf sich aufmerksam wollen.

Auch wer überwiegend auf Offline-Kanäle zur Kundengewinnung setzt – zum Beispiel Vorträge hält, Werbebriefe schreibt, Telefonakquise oder Empfehlungsmarketing betreibt und netzwerkt – kann die Ideen nutzen. Denn guten Content – spannende, informative, hilfreiche, unternhaltsame Inhalte – ist für jeden Selbstständigen mit erklärungsbedürftigen Dienstleistungen die beste Währung, um den Kunden von Morgen Einblick in die eigene Arbeit zu geben.

Und so bereiten Sie alte Inhalte neu auf:

1. Kaum verändert neu veröffentlichen

Stöbern Sie im Archiv 2012 und Sie werden selbst überrascht sein, was Sie dort an Schätzen finden. Bekanntlich helfen Wiederholungen beim Lernen. Welche Botschaften liegen Ihnen so am Herzen, dass Sie sie wiederholen wollen? Wenn Sie alte Blog-Posts aufbereiten, sorgen Sie durch kleine Änderungen in der Überschrift, im Einstieg und vielleicht im Haupt- und Schlussteil dafür, dass der Beitrag wie ein neuer Post wirkt. Andernfalls sieht Google das als Duplicated Content an. Und das ist schlecht für die Suchmaschinen-Optimierung. Fast unverändert können Sie alte Newsletter-Beiträge oder bisher nicht digital veröffentliche Fachartikel auf Ihrem Blog neu veröffentlichen.

Wenn Sie einen alten Vortrag oder ein Seminar-Konzept entdecken, das Sie immer noch wertvoll finden, haben Sie heute vielleicht ein paar neue Idee zu ergänzen. Tun Sie es und gehen damit wieder an die Öffentlichkeit!

2. Beiträge kürzen

Fast alles lässt sich auch kürzer darstellen: Ein langer Artikel, ein ausführlicher Blog- oder Newsletter-Beitrag, ein Buch, die Unterlagen für ein Seminar … Sie können die Kern-Botschaften herausfiltern und zum Beispiel auf 140 Zeichen herunterbrechen – also twittern. Sie können die zentralen Aussagen Ihrer Überschriften herausgreifen. Sie können lange Fließtexte in die kürzere Listenform (Stichworte) bringen und als Schnell-Tipp bloggen..

Kurze Botschaften eigenen sich auch gut zur Kontaktpflege mit einzelnen neuen Kontakten. Ein paar passende Sätze, die Sie per E-Mail an einen Interessenten schicken, kann den Kontakt sehr gut am Laufen halten. Was wollen Sie Ihren Interessenten sagen?

3. Mehrere Beiträge bündeln

Bündeln Sie unterschiedliche Artikel zu verschiedenen Themen doch einmal. Damit können Sie  Informationen, Tipps, Anleitungen etc. in einen größeren Zusammenhang stellen. Wie hängt alles miteinander zusammen.

Angenommen Sie bieten Coaching für Singles der Generation 50 + an – dann haben Sie vielleicht einige Beiträge geschrieben wie „Warum Sie bei der Partnersuche wählerisch sein sollten“ und „Was wünschen Sie sich wirklich – Tipps für IIhre innere Wunschliste“ und „Dating-Plattformen und andere Wege der Partnersuche – welche zu Ihnen?“. Diese ganz unterschiedlichen Beiträge können Sie nun bündeln, jeweils die wichtigsten Informationen daraus entnehmen und in einen neuen Beitrag einfließen lassen. Der heißt vielleicht „Über 50? Worauf es bei der Partnersuche jetzt wirklich ankommt“.

4. Ausführlichere Beiträge erstellen

Twittern Sie oder sind Sie auf Facebook oder in Xing aktiv? Dann verfügen Sie über eine wahre Fundgrube an Ideen. Auch wenn Sie dort noch nicht selber präsent sind, können Sie diese Social Media Plattformen durchfosten, um Anstöße für Themen zu finden, die Ihre Zielgruppe interessieren könnte. Was wurde denn so diskutiert in Xing-Gruppen oder auf Foren, die Ihre potenziellen Kunden besuchen?

Entwickeln Sie aus kurzen Beiträgen einen langen, ausführlichen. Jedes Thema lässt sich entweder kurz und zusammenfassend darstellen. Oder aber detailliert.

5. Interviews führen

Jeder hat seinen eigenen Ansatz beim Aufbereiten seiner zentralen Botschaften. Und zu den meisten Themen gibt es im Detail eine Reihe an Experten, die Sie interviewen können. Diesen Content können dann sowohl Sie als auch der andere Experte veröffentlichen.

Ich zum Beispiel beschäfitge mich viel mit Online-Marketing und vermittle das auch denjenigen meiner Kunden, die vor allem per Internet Kunden gewinnen wollen. Doch für mich stehen die Methoden des Online-Marketing in einem größeren Zusammenhang und sind nur Mittel zum Zweck. Meinen Kunden bei der strategischen Ausrichtung und (Re-)Positionierung zu helfen ist mir z. B. wichter als zur absoluten Facebook-Expertin zu werden. Da müsste ich nämlich fast täglich neue Entwicklungen bei fb verfolgen und auch tiefer in die Technik einsteigen. Also hole ich hier Kollegen ins Boot. Und lasse zum Beispiel einen Gastbeitrag in meinem Blog über Facebook schreiben.

6. Format ändern

Nicht jeder Ihrer Kunden liest gern. Es kommt auch nicht jeder gern zu einem Vortrag und hört Ihnen zu. Es ist ein guter Ansatz, den eigenen Content unterschiedlich aufzubereiten (gehört auch zu meinen guten Vorsätzen für 2013).

Was ursprünglich ein Fachartikel war, können Sie jetzt als Audio-Datei aufbereiten. Oder als Video (Screen Capture oder Bewegtbild). Oder als Info-Grafik, als E-Mail-Tutorial, Soweit die wichtigsten technischen Formate: Text, Audio, Video, Autoresponder-Serie.

Das Format ändern können Sie aber auch in Bezug auf die inhaltliche Aufbereitung. Zu nennen sind zum Beispiel: Checkliste, Motivation (warum ist etwas wichtig?), How to do it (wie macht man das?), 10 beste Tipps, 5 größte Fehler, 3 Geheimnisse, Internview, Presseinformation, Fachartikel, Fallgeschichte etc. Jeder Inhalt lässt sich einem dieser Formate aufbereiten und so aus einem anderen Blickwinkel darstellen.

7. Andernorts veröffentlichen

Was Sie geschrieben, gesprochen oder visualisiert haben, kann für die Publikationen anderer interessant sein. Sammeln Sie mindestens 10 Plattformen, Portale, Magazine, Blogs etc. von Anbietern, die sich auch an Ihre Zielgruppe richten, aber nicht als direkter Konkurrent auftreten. Diesen Anbietern schlagen Sie vor, auf ihrer Website nützliche Informationen zu veröffentlichen.

Sie können einen Gastbeitrag in einem Blog oder Newsletter schreiben. Sie können einen Fachartikel auf einem Portal veröffentlichen. Sie können sich zu Ihrem Spezialthema interviewen lassen. Sie können für ein Magazin schreiben …

Es muss natürlich Sinn machen für den anderen Anbieter. Überzeugen Sie ihn davon! Einfach nur Eigenwerbung wird keiner für Sie veröffentlichen. Zumindest nicht kostenlos 🙂

Aber Sie wissen bereits: Das A und O von gutem Content ist ohnehin der Wert, den Sie damit Ihren Leserinnen und Leser vermitteln.

Warum sich auch Ihre Leser über Content-Recycling freuen

Das Wiederaufbereiten von Inhalten bringt Ihren Lesern eine Reihe von Vorteilen: Wer Sie noch nicht kannte, hat die Chance durch den neuen Beitrag auf Sie aufmerksam zu werden und wertvolle Informationen zu erhalten. Aber auch Interessenten, die Sie bereits kennen und auf der Akquise-Rundwanderung vielleicht auf Etappe 1 (vage interessiert) oder Etappe 2 (konkret interessiert) stehen, kommen auf ihre Kosten. Denn Lernen und Verstehen hat viel mit Wiederholung zu tun. Es kann also sehr hilfreich sein, eine Botschaft, die Ihnen am Herzen liegt mehrmals zu verbreiten.

Die Vorteile für Sie liegen vor allem in der Zeitersparnis. Aber auch für Sie kann Wiederholung nützlich sein. Denn wie oft geraten die eigenen Botschaften in Vergessenheit und verlieren an Kraft.

Also: Verschieben Sie Ihren 2012-Ordner nicht einfach in die Ablage, sondern durchforsten Sie ihn auf Schätze, die Sie in diesem Jahr noch einmal heben können.

Viel Freude dabei – und viele neue Interessenten für Ihre Angebote!