Mein Beitrag zur Blogparade von Selbststaendig-im-netz.de

By Annja Weinberger | Außer der Reihe

Aug 02

Mein Blogger-Kollege Peer Wandiger ist selbständiger Webdesigner, Programmierer und bloggt unter www.selbststaendig-im-netz.de über Themen wie „Geld verdienen im Netz“ und „Links für Existenzgründer“. Jetzt hat er zu einer Blogparade aufgerufen – hat also andere Blogger aufgefordert, zu einem bestimmten Thema zu bloggen. Seinem Aufruf, einen Blogbeitrag rund um das Thema „Getting things done“ – die tausend Arbeiten eines Selbstständigen geregelt kriegen – zu posten, folge ich gerne.

Meine Methode als Solo-Selbstständige, die vielen To-Do’s auf meiner Liste in den Griff zu bekommen, ist sehr einfach und funktioniert oft – aber nicht immer :-). Sie funktioniert dann nicht, wenn mir eine Innere Stimme sagt: Ne, das ist jetzt zuviel, das schaffst du nicht, das willst du nicht. Ich will einfach mal nix tun, auch nix planen. Das passiert – immer wieder – und ich lebe inzwischen damit. Verstehe es als automatische Bremse, auf die Körper und Geist treten und mir sagen: Hier ist die Grenze. Mach‘ nicht zuviel. Dann ist Pause, Auszeit, Ruhe angesagt. Ist neue Kraft geschöpft, geht es weiter. Inzwischen mit immer weniger rückschauendem Hadern.

Hier meine simple Zeitmanagement-Methode:

Ein Ordner

Vier Rubriken: Projekte / Wochenplan / Tagesplan / Aktionspläne

Ein Tischkalender

Wildes Ideenbuch

 

So benutze ich diese good old school tools:

Ich führe eine Projektliste – da stehen alle Projekte drauf, die für mich gerade anstehen. Die sind noch nicht im Detail geplant, aber schon soweit durchdacht habe, dass ich sage: Ich will sie umsetzen.

Auf die Liste Aktionspläne kommen die Projekte, die ich schon genauer in kleine Schritten geplant habe.

Auf die Wochenliste kommen die Projekte, die ich glaube in einer Woche ein Stück voranbringen zu können. Das Stück kann auch heißen: Konkreten Aktionsplan für Projekt X entwickeln. Oder aber: Schritt Y von Projekt Z umsetzen.

In die Tageslisten trage ich für jeden Wochentag (und offen gestanden auch manchmal für Wochenendtage) ein, welchen Punkte aus der Wochenliste ich bearbeiten will.

Der Tischkalender kommt ins Spiel, wenn ich alle fixen Termine (bei mir häufig lange Telefontermine mit Kunden) eintrage. So kann ich mit den Tageslisten gegenchecken, was realistisch machbar ist an einem Tag.

Ins wilde Ideenbuch trage ich Spinnereien, Vorschläge von anderen, Links, Bücher etc., die ich mir mal anschauen will – kurz unausgereifte Ideen ein. Die kann ich wieder hervorkramen, wenn ich will.

Es gibt Wochen, da bekomme ich meine Tageslisten komplett abgearbeitet oder bin sogar in der Planübererfüllung. Und es gibt Wochen, da muss ich reichlich To-Do’s in die nächste Woche übertragen. So läuft es im wahren, unperfekten Leben.

Abhaken macht natürlich Riesenspaß, aber mal ein paar Überträge machen ist auch ok.

Ich glaube, das ist so eine Art abgespecktes „GTD“ von David Allen. Mir reicht es völlig. Die Planerei soll mich ja nicht auffressen.

Ach ja, eine „Kleinigkeit“ noch: Ich habe gelernt als Selbstständige nicht ständig als selbst machen zu wollen. Ich arbeite mit virtuellen Assistenten. Aber die To-Do’s, die ich an meine Assistenten delegiere, muss ich natürlich auch planen :-).

Macht das jemand so ähnlich oder ganz anders?

Danke für die Anregung zu diesem wichtigen Thema an www.selbststaendig-im-netz.de

 

 

 

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