So hilft Ihnen die VIVA-Formel bei unternehmerischen Entscheidungen

By Annja Weinberger | Corporate Identity

Jul 28

VIVA – diese Formel habe ich im Rahmen meines Buches „Corprorate Identity – Großer Auftritt für kleine Unternehmen“ entwickelt. Sie steht für:

V – Vision

I – Identität

V – Verhalten

A – Auftritt

Für jedes Unternehmen geht es darum, diese Komponenten immer wieder in Balance zu bringen. Stimmigkeit ist das Stichwort.

  • Mal steckt man mehr Energie in die Vision – macht sie sich erneut oder noch genauer bewusst – und füllt sie wieder mit Leben.
  • Mal steht das Thema Identität im Vordergrund. Die Frage: Wofür stehe ich, wie ist meine aktuelle Positionierung, was macht mein Unternehmen und sein Angebot einzigartig?
  • Ein anderes Mal hat das Verhalten Vorrang. Verhalte ich mich, verhalten sich meine (freien) Mitarbeiter tatsächlich so wie es unseren Werten entspricht?
  • Dann wieder geht es vor allem um den Auftritt. Wie gelingt es, dass mehr Menschen mein Unternehmen kennen, mögen und ihm vertrauen? Wie schaffen wir es, so gesehen zu werden, wie wir gesehen werden wollen?

Es lohnt sich, die VIVA-Formel immer mal wieder zum Unternehmenscheck heranzuziehen. Läuft alles rund oder besteht an einer Stelle Handlungsbedarf?

Die VIVA-Formel kann kleinen Unternehmen auch noch auf andere Weise helfen. Sie können sie nutzen, um damit ganz konkret unternehmerische Entscheidungen zu treffen.

Beispiel:

Sie wollen entscheiden, ob es sich lohnt, der Bitte um einen recht aufwändigen Kostenvoranschlag nachzukommen oder nicht. Natürlich versuchen Sie zunächst im Gespräch mit dem Interessenten Ihre Chancen auf Zustandekommen des Auftrags abzuschätzen. Die VIVA-Formel können Sie nutzen, um folgende Punkte zu klären:

V – Vision – Passt der mögliche Auftrag zur Vision, die Sie für sich und Ihr Unternehmen haben. Oder führt er sie auf ein Nebengleis?

I – Identität – Hilft Ihnen der Auftrag dabei, Ihre Positionierung weiter zu stärken. Würden Sie Ihren bestehenden Kunden gerne berichten, dass sie diesen Auftrag übernommen haben. Oder passt er eigentlich gar nicht zu Ihrer Identität?

V – Verhalten – Können Sie sich bei Ausführung des Auftrags so verhalten wie es Ihren Werten entspricht. Oder müssten Sie sich verbiegen?

A – Auftritt – Wie wirkt der Auftrag in der Außendarstellung. Stimmig oder eher irritierend?

Ein krasses Beispiel: Angenommen Sie arbeiten als Grafik Designer überwiegend für LOHAS, Bio-Supermärkte und Naturkosmetik-Unternehmen. Die Übernahme eines lukrativen Auftrags von einem Pharmakonzern, im großen Stil „Fettweg-Pillen“ oder Botox-Cremes zu bewerben (Verpackungsdesign, Werbedesign) würde mit Sicherheit Irritationen bei Ihren bestehenden Kunden auslösen. Dann gilt es abzuwägen.

Standen Sie schon einmal vor ähnlichen Entscheidungen? Wie sind Sie damit umgegangen?