Wege zum erfolgreichen Coaching- und Beratungsunternehmen – einmal klassisch, einmal modern

By Annja Weinberger | Akquise für Dienstleister

Mai 17

Wie so oft im Leben gibt es nicht nur einen einzigen Weg zum Ziel. Nicht den einen Königsweg zum erfolgreichen Business. Coachs, Trainer, Kreative, Therapeuten und Berater aller Branchen stehen verschiedene Wege offen, ihr Unternehmen zu entwickeln, um mehr Erfolg und Erfülung zu erreichen. Zwei der wichtigsten – und zugleich völlig unterschiedlichen – möchte ich hier skizzieren.

Modell Klassisch „Hohe Auslastung und hohe Preise für 1 zu 1 Dienstleistungen“

Angenommen Sie machen sich als Coach selbstständig und wählen als Schwerpunkt „Frauen in Führungspositionen bringen“. Dann kann Ihre Unternehmensentwicklung zum Beispiel so verlaufen:

  • Sie stellen Ihr Thema „Frauen in Führung“ in den Mittelpunkt. In den Mittelpunkt Ihrer Website, Ihrer konkreten Angebotspakete, Ihrer Akquise-Maßnahmen.
  • Sie gewinnen schnell erste Kunden – anfangs sind vielleicht Aufträge dabei, die gering bezahlt sind – aber Sie sammeln Erfahrungen und positive Kundenstimmen.
  • Sie geben Firmen-Trainings und Sie arbeiten 1 zu 1 mit Kunden zusammen. (Trainings sind zwar 1 zu Gruppe, aber müssen einzeln akquiriert werden – der Kunde ist eher die Firma, im Grunde ist das doch ein 1 zu 1 Modell.)
  • Sie entwickeln eine Akquise-Strategie, die Ihnen immer genug Nachschub an Kunden bringt. Damit Sie möglichst viele Stunden Ihrer persönlichen Zeit verkaufen können.
  • Sie werden immer besser, bekannter und begehrter.
  • Sie reisen viel von Training zu Training und jonglieren, um Einzelcoachings geschickt in Ihrem immer volleren Terminkalender unterzubringen.
  • Sie können Ihre Preise erhöhen.
  • Sie können sich zeitweise vor Aufträgen kaum retten. Zeitweise haben Sie aber noch Auftragslöcher.
  • Sie polieren Ihr Image, optimieren Ihr Marketing, zeigen Profil – schreiben ein Buch, dann noch eines, werden angesehener Speaker, machen Pressearbeit.
  • Sie werden noch besser, noch bekannter und noch begehrter.
  • Sie können gar nicht mehr alle Kunden-Anfragen annehmen. Sie sind durchweg voll ausgelastet.
  • Sie können Aufträge ablehnen und / oder Ihre Preise weiter erhöhen.
  • Sie versuchen, sich wieder mehr Raum und Zeit zu verschaffen. Sie können es sich leisten, umfangreiche Unterstützung für Adminstration, Marketing und alle Aufgaben zu holen, die nicht von Ihnen persönlich übernommen werden müssen. Und Sie nehmen nur noch die Aufträge an, die Ihnen besonders gut gefallen und die lukrativ sind. Vielleicht arbeiten Sie auch mit Kollegen zusammen, denen Sie Aufträge weiterleiten. Oder Sie stellen Mitarbeiter ein.
  • Sie können richtig gut von Ihrer Selbstständigkeit leben.

Warum kann zum Beispiel Sabine Asgodom höhere Preise verlangen als Max Mustermann? Weil Sie sich einen Namen gemacht hat. Wie? Vor allem durch Bücher, Live-Auftritte (Speaking), Präsenz in den Medien. Und natürlich, weil sie sich für bestimmte Themen engagiert – darunter Empowerment von Frauen. Auch weil sie klare Standpunkte bezieht und sich was traut. Und weil sie nicht im Hamsterrad dreht, sondern sich mit Sicherheit viel Unterstützung einkauft.

 

Modell Modern „Raus aus der Zeit-gegen-Geld-Falle mit Wissens- und Coaching-Produkten“

Dieses Modell, mit vielfältigen Einkommensströmen Umsatz zu machen, bedeutet nicht ständiges Reisen und Termine jonglieren, funktioniert Online sehr gut, kann aber auch gut mit Live-Veranstaltungen verbunden werden.

Die Schritte zum Anfang unterscheiden sich nicht sonderlich stark von denen im obigen Modell. Nach Gründung des Unternehmens schnell mit ersten Kunden zu arbeiten ist auch hier sehr wichtig. Die weiteren Schritte können so aussehen:

  • Sie wissen genau, welchen Kundengruppen Sie welche Lösungen bieten können.
  • Sie stellen so bald wie möglich einen Newsletter und vielleicht auch Blog auf die Beine.
  • Sie liefern Ihren Lesern wertvollen Input und Sie vergrößern die Liste mit Lesern Ihres Newsletters recht zügig.
  • Sie entwickeln konkrete Produkte, die nicht ausschließlich auf dem 1 zu 1 Modell beruhen (z. B. Selbstlernkurse, Online-Coaching-Programme, Live-Gruppen-Programme, Webinar-Serien, Club- oder Abonnement-Angebote).
  • Sie bewerben Ihre Produkte intensiv mit Marketing-Kampagnen nach dem „Prinzip Geben“. Und Produkt 1 bewirbt Produkt 2 … bewirbt Produkt 3 … bewirbt Produkt 4…
  • Sie entwickeln eine Produkt-Linie, die aufeinander aufbaut, die Upsales enthält und bei der Kunden mit unterschiedlichen Ansprüchen auf ihre Kosten kommen.
  • Sie machen immer mehr Umsatz durch passive oder automatisierte und wiederkehrende Einkommensströme.
  • Sie verschaffen sich Zeit, weiter AN Ihrem business zu arbeiten und weniger IN ihm. Zum Beispiel indem Sie die Preise für Einzelkunden erhöhen.
  • Sie helfen durch Ihre Beratungs- und Coaching-Produkte immer mehr Menschen. Und Sie verdienen damit immer mehr Geld.
  • Sie versuchen, sich wieder mehr Raum und Zeit zu verschaffen. Sie können es sich leisten, umfangreiche Unterstützung für Adminstration, Marketing und alle Aufgaben zu holen, die nicht von Ihnen persönlich übernommen werden müssen. Und Sie nehmen nur noch die 1 zu 1-Aufträge an, die besonders gut zu Ihnen passen und die lukrativ sind.
  • Sie können richtig gut von Ihrer Selbstständigkeit leben.
    Und verdienen durch Ihre Produkte auch dann Geld, wenn Sie nicht durchweg persönliche Zeit investieren. Sie machen auch dann Umsatz, wenn Sie gerade nicht arbeiten.

Zwei Erfolgsszenarien: Einmal klassisch, einmal modern. Beides sind gute Wege – welchen Sie wählen, hat viel mit Ihren persönlichen Vorlieben und Ihrem bevorzugten Lebensstil zu tun.

Mehr Infos für Selbstständige, die mit ihrem Unternehmen Erfolg und Erfüllung finden wollen, gibt es hier:

Zum VIVA System im Überblick. Mit kostenlosem UnternehmensPhasenTest.


 

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